Gesamtfläche: ca. 20ha Wir wissen aus
über 70-jähriger Naturschutzpraxis, dass viele Tier- und Pflanzenarten heute nur
noch in besonders für sie ausgewiesenen Schutzgebieten überleben können.
Deshalb liegt die Hauptarbeit der NABU Gruppe Ostfildern-Nellingen in der
Betreuung und Erhaltung wertvoller Biotope. Sicherung von
Schutzgebieten ist nur durch Kauf oder Pacht möglich.
Weitere
Schritte sind:
Wiederherstellung- bzw. Verbesserungsmaßnahmen
Laufende Kontrollen und Beobachtungen
Die für Ostfildern typischen und ökologisch
äußerst wertvollen Trockenbiotope aber auch sämtliche
Feuchtflächen sind Bestandteil unseres Biotop- und
Artenschutz- Managements.
Wie aus dem Veranstaltungskalender 2007 zu ersehen, werden wieder sechs
ganztägige Pflegeeinsatze in unseren Schutzgebieten Biesach, Ried- und
Kullenwiesen durchgeführt. Dazu kommen die Pflegemaßnahmen im
Schutzgebiet Wernauer Baggerseen und die Vorlandpflege am Neckarknie in
Plochingen. Außerdem erfolgten noch einige, nennen wir sie mal "Kurzeinsätze", die
aber auch einige Stunden in Anspruch nehmen.
Herzlicher Dank ergeht an alle Helfer des eisernen Kerns,
durchschnittlich 7- 8 Freiwillige, aber auch an all diejenigen,
die sich nur ein- oder zweimal zur Mithilfe zur Verfügung
stellten, teilweise nicht einmal NABU-Mitglieder!
Die einzelnen Pflegemaßnahmen sind alljährlich in etwa
dieselben: Mäharbeiten und Entfernen des Mähgutes in den
einzelnen Grünbereichen, Gehölzschnitt - besonders wichtig bei
unseren nachgepflanzten Obstbäumen - und die Uferpflege in den einzelnen
Gewässerbereichen. Noch ein Wort zu unseren Obstwiesen in Ostfildern: Besonders die
nachgepflanzten Jungbäume belohnen unsere Pflege durch jährlich
zunehmenden Obstertrag.
Nach einem erfolgreichen Erntejahr 2004 (ca.1,6T), konnte im
Jahr 2005 kein Obst dem Ostfilderner Apfelsaft zugeführt
werden.2006 konnten wieder 1,7T geerntet werden.
Wir hoffen auf eine Gute Ernte im Jahr 2008.
Unsere Schutzgebiete
Für Detailinformation bitte den jeweiligen Link oder in der Karte die Zahl
anklicken.
Der Begriff Biotop ist wertfrei.
Als Biotope bezeichnet man
sowohl natürlich entstandene
Landschafts-bestandteile wie
Bäche,
Bergwald,
Nadelwald,
Mischwald etc. als auch – entgegen dem umgangssprachlichen
Gebrauch – vom Menschen erschaffene Landschaftsbestandteile wie „Betonwüsten“ (beispielsweise
Stadtlandschaften). Weitere gängige Beispiele von Biotopen sind etwa ein
Flussauen, eine
Wüste, ein
Süßwasserwatt oder eine
Streuobstwiese.
Ein Biotop kann sowohl Raum
verschiedener Habitate (faunistische oder floristische „Wohnräume“) als auch selbst Bestandteil eines oder
mehrerer Habitate sein. Es kann sowohl die vorhandene
Biozönose (Lebensgemeinschaft) prägen als
auch von ihr geprägt werden, weshalb man immer von einer Wechselwirkung zwischen Leben und Lebensraum
ausgehen darf.
Biotope können als Kleinform
bestimmten
Biomen bzw.
Ökozonen (ökologischen Großregionen)
zugerechnet werden, wobei die Bandbreite von
für eine
Ökoregion typischen Biotopen (borealer
Nadelwald als typische Vegetationszone der gemässigten
Breiten,
Permafrost des Polarkreises und der
hochalpinen Stufe) über
Insellagen innerhalb einer relativ
unterschiedlichen Zone bis zu hochendemischen
Biotopen alles möglich ist.
Durch die Ausprägung der Biozönose
können abiotische und menschliche (hemerobe)
Einflüsse eines Ortes erfasst werden. Dennoch sind auch
(vermeintlich) unbelebte Orte, wie
Wüsten oder nackte Felsen Biotope, die aber durch einen Satz von
abiotische Merkmale unterschieden werden können. Diese Definition geht davon aus, dass jeder Ort der Erde
besiedelbar ist, „Ort des Lebens“ ist. Unter welchen Umständen sich eine Biozönose etablieren kann, ist
Gegenstand von Diskussionen in der
Ökologie und im
Naturschutz.
Der Begriff Biotop ist wertfrei.
Als Biotope bezeichnet man
sowohl natürlich entstandene
Landschafts-bestandteile wie
Bäche,
Bergwald,
Nadelwald,
Mischwald etc. als auch – entgegen dem umgangssprachlichen
Gebrauch – vom Menschen erschaffene Landschaftsbestandteile wie „Betonwüsten“ (beispielsweise
Stadtlandschaften). Weitere gängige Beispiele von Biotopen sind etwa ein
Flussauen, eine
Wüste, ein
Süßwasserwatt oder eine
Streuobstwiese.
Ein Biotop kann sowohl Raum
verschiedener Habitate (faunistische oder floristische „Wohnräume“) als auch selbst Bestandteil eines oder
mehrerer Habitate sein. Es kann sowohl die vorhandene
Biozönose (Lebensgemeinschaft) prägen als
auch von ihr geprägt werden, weshalb man immer von einer Wechselwirkung zwischen Leben und Lebensraum
ausgehen darf.
Biotope können als Kleinform
bestimmten
Biomen bzw.
Ökozonen (ökologischen Großregionen)
zugerechnet werden, wobei die Bandbreite von
für eine
Ökoregion typischen Biotopen (borealer
Nadelwald als typische Vegetationszone der gemässigten
Breiten,
Permafrost des Polarkreises und der
hochalpinen Stufe) über
Insellagen innerhalb einer relativ
unterschiedlichen Zone bis zu hochendemischen
Biotopen alles möglich ist.
Durch die Ausprägung der Biozönose
können abiotische und menschliche (hemerobe)
Einflüsse eines Ortes erfasst werden. Dennoch sind auch
(vermeintlich) unbelebte Orte, wie
Wüsten oder nackte Felsen Biotope, die aber durch einen Satz von
abiotische Merkmale unterschieden werden können. Diese Definition geht davon aus, dass jeder Ort der Erde
besiedelbar ist, „Ort des Lebens“ ist. Unter welchen Umständen sich eine Biozönose etablieren kann, ist
Gegenstand von Diskussionen in der
Ökologie und im
Naturschutz.
Aus der ehemaligen Mülldeponie der Gemeinde
Nellingen wurde nach Stilllegung ein Biotop aus zweiter Hand.
Hier einige Ausschnitte die zeigen was hätte:
03.03.1993
Die Stadt Ostfildern meldet in der Gemeinderatssitzung Bedenken
gegen die vom Landkreis Esslingen geplante Erweiterung der alten
Nellinger Hausmülldeponie "Kullenwiesen" an. Dort ist geplant, eine
dritte Auffüllung mit zwei Millionen Kubikmeter Erde und Bauschutt
vorzunehmen. Die Arbeiten sollen frühestens 1994 beginnen.
21.04.1993
Der Gemeinderat Ostfildern stimmt der geplanten
Müllverbrennungsanlage in Sirnau mit einigen Bedenken und
Einschränkungen zu. Gleichzeitig lehnt er das Planungskonzept des
Landkreises Esslingen zur Erdaushub- und Bauschuttdeponie
Kullenwiesen ab. Die Entscheidung wird mit umwelt- und
landschaftsschützerischen Argumenten sowie mit erheblichen Defiziten
im Planungskonzept begründet. Die Stadt will jedoch die Auffüllung
der ehemaligen Hausmülldeponie Kullenwiesen bis zu einem Volumen von
900000 Kubikmetern weiterhin unterstützen.
17.12.1993
Die Stadtrundschau Ostfildern berichtet:
Die Stadt Ostfildern lehnt den Standort "Kullenwiesen" zwischen
Körschtal und Autobahn als Erdaushub- und Bauschuttdeponie ab. Die
Gründe sind vornehmlich ökologischer und verkehrstechnischer Natur.
Die
Benjeshecken wurden von Hermann Benjes als 3 bis 4 Meter breite und 1,5
Meter hohe Gestrüppbarrieren beliebiger Länge aus aufgeschichtetem Buschwerk
und Ästen in der offenen Landschaft errichtet. Sie sind die Vorstufe der
Krauthecke und Feldhecke und können sowohl für die Anlage von Feldholzinseln
genutzt werden als auch z.B. einen Wildschutzzaun überflüssig machen.
Die Naturschutzjugend (NAJU) hat die Benjeshecke für die Anlage im heimischen Garten beliebiger Größe
weiterentwickelt; zwischen zwei Reihen von Pfählen werden dicke und dünne
Äste (also Reisig) als Hecke aufgeschichtet. Die Breite dieser Reisighecke
ist beliebig variabel und kann von jedem Gartenbesitzer je nach Platzangebot
selbst bestimmt werden. Sinnvoll ist jedoch eine Breite von mind. 50 cm bis
1 m, in der Höhe sind 1,00 bis 1,50 m sinnvoll.
Nachdem
die Pfahlreihen (Pfahlabstand in der Reihe: 1 bis 2 m) im Boden stehen,
werden nun Äste, so wie sie anfallen dazwischen aufgeschichtet. Baumstümpfe,
Laub oder auch Rasenschnitt können mit verarbeitet werden.
Im Laufe eines Jahres beginnt die scheinbar tote Holzaufschichtung zu
verrotten und fällt dadurch zusammen. Man kann dann in jedem Jahr wieder
erneut das im Garten anfallende Reisig, Laub und Rasenschnitt darauf
schichten. Es entwickelt sich im Nu eine kleine Natur-Oase. Zudem sind
solche kleinen Brachflächen, die sich naturnah entwickeln können, überaus
wichtig für den Natur- und Artenschutz.
Die
Reisighecke, Totholzhecke oder auch Benjeshecke, hat eine wichtige
ökologische Funktion. Der sich entwickelnde Kleinlebensraum bietet vielen
Tier- und Pflanzenarten die Möglichkeit sich zu entfalten. Man kann den
Pflanzenbewuchs beschleunigen, z.B. durch das Anpflanzen von Kletterpflanzen
wie Clematis, Waldrebe, Hopfen und Knöterich oder aber man wartet bis sich
diese und weitere Pflanzen, wie z.B. Zaunrübe, Zaunwinde selbst ansiedeln. Für
einen beliebten Gartenfreund, den Igel, wird die Reisighecke eine wahre
"Igelburg". Aber auch Wiesel, Spitzmäuse, Haselmäuse, Kröten, Frösche,
Kleinvögel wie der Zaunkönig und sehr viele Insektenarten (z.B. Hummeln,
Wildbienen und Käfer) sowie Spinnen und andere finden zahlreiche Lebensräume
für sich. Im Laufe der Zeit entstehen aber auch neue Hecken und Feldgehölze,
denn die Tiere sorgen für die Verbreitung von Samen, die im Unterholz
Möglichkeiten zum Keimen und Wachsen haben.
Das Wort Streuobstwiese ist wieder in aller Munde,
Streuobstwiesentage locken wieder Besucher an. Doch was ist
unter dieser Wortschöpfung zu verstehen? Streuobstwiesen
sind Wiesen mit unregelmäßig angeordneten (das heißt
verstreut stehen), hochstämmige Obstbäume verschiedener
Arten und Sorten. Die Fläche zwischen den Bäumen wird als
Weide oder Wiese genutzt. Die Bewirtschaftung erfolgt
extensiv, das heißt ohne Mineraldünger oder
Pflanzenschutzmittel, und die Wiese wird ein- bis zweimal
pro Jahr gemäht oder beweidet. Das Wort "Streuobst" wurde
sogar in den Duden aufgenommen, doch gibt es auch einen
alten schwäbischen Ausdruck dafür: die Obstbaumwiese. .
Schon die Römer brachten Äpfel und Birnen nach Germanien,
doch die schwäbischen Streuobstwiesen sind erst im 18. und
19.Jahrhundert entstanden. Große Fördere des Streuobstbaues
waren Herzog Carl Eugen (1728 -1793) und seine Geliebte und
spätere Gemahlin Franziska von Hohenheim (1748 - 1811). Ein
Pionier des Obstbaues war auch Johann Caspar Schiller (1723
- 1796), der Vater des Dichters Friedrich Schiller. Er gab
die Pomologie (Obstkunde) und der Obstbaumzucht wesentliche
Impulse, beschäftigte sich mit Düngung, Samen, Methoden der
Veredlung und schrieb seine Erfahrung in wissenschaftlichen
Werken nieder. Ab 1775 Johan Caspar Schiller die Forst und
Obstbaumschule auf der Solitude. Unter seiner Regie wurde
die Solitudenallee mit über 2.000 Obstbäumen bepflanzt. Mit
der Krise des Weinbaus nahm der Streuobstbau in Württemberg
ab etwa 1870 einen weiteren Aufschwung. Ehemalige Weinberge
wurden mit Obstbäumen bepflanzt. Verbreitet waren aber
zunächst nicht Obstbaumwiesen, sondern nur Baumäcker mit
wechselnden Unterkulturen. Erst nach und nach ging man zur
Grünlandnutzung über. Um die Wende vom 19. zum 20.
Jahrhundert erreichte der heimische Streuobstbau sein größte
Ausdehnung.
.
Die hohe Zeit der Streuobstwiesen hielt die erste Hälfte
des 20. Jahrhundert an. Um 1960 kündigte sich dem
Streuobstbau aber das Ende an: Ertragsobstanlagen kamen auf,
und die Obstbaumwiesen in Ortsnähe wurden gerodet und zu
begehrten Bauland. Streuobstwiesen waren wirtschaftlich
unrentabel geworden. Ab etwa Mitte der 1980er Jahre erfreuen
sich die Streuobstwiesen jedoch wieder einer größeren
Wertschätzung, Landkreise, Gemeinden, Naturschutzverbänden,
Obst- und Gartenbauvereinen sowie Bürgerinitiativen machen
sich für die Streuobstwiesen stark. Sie kümmern sich um die
Pflege der alten Bestände, pflanzen junge Bäume nach und
sorgen für eine lohnende Obstverwertung. Wo die Eigentümer
ihre Bestände nicht pflegen und sich keine Initiative
findet, verwildern diese Streuobstwiesen und wachsen
allmählich zu. Und immer wieder kommt es heute noch vor,
dass die Obstbaumwiese Bauland oder Kleingartengebiet wird
und ein Stück alte Kulturlandschaft verschwindet.
.
Die Hochstämme der Streuobstwiesen bieten von der Wurzel
bis zur Krone vielen verschiedenen Tieren Lebensraum; die
blütenreichen Wiesen schaffen eine üppige Nahrungsgrundlage.
Vor allem für Insekten, Vögel und Säugetieren ist der
Lebensraum ideal. In den Nellingern Streuobstwiesen kann man
viele, darunter auch gefährdete Vogelarten wie den
Gartenrotschwanz, Halsbandschnäpper, Steinkauz, Wendehals,
Mittel-, Klein- und Grünspecht beobachten. Ältere Obstbäume
sind reich an Baumhöhlen, die wichtige Quartiere für
Baumbrüter und Baumhöhlenbewohner wie Spechte, Eulen,
Siebenschläfer und Fledermäuse bieten. Schmetterlinge kann
man in gr0ßer Vielfalt beobachten; typische Arten sind der
Zitronenfalter, Schachbrett und Admiral sind. Als voll
funktionsfähiger Lebensraum für die Tierwelt sollten
Streuobstwiesen mindestens 10 ha groß sein.
Wussten Sie dass ein Großteil unser
Pflanzlichen Nahrung von der Bestäubung durch Insekten
abhängig ist?
Wildbienen spielen dabei eine große Rolle, da sie selbst bei
kühler und feuchter Witterung noch aktiv sind. Sie sind die
wilden verwandten der Honigbiene und zählen zu den
wichtigsten Bestäuben von Wildkräutern und Obstbäumen.
Blütenstaub (Pollen) und Nektar dienen ihnen als Nahrung.
Bemerkenswerte Wildbienenarten der Nellinger Streuobstwiesen
sind Bunte Hummeln, Pippau-Sandbiene und kleine Harzbiene.
Tote Obstbäume stellen wichtige Nistplätze für
holzbewohnende Wildbienen dar.
Im Jahre 2007 wurde in Ostfildern
31.714 kg für den Ostfilderner Apfelsaft abgeliefert, das ergibt ca. 20 000
Liter Saft. Der NABU sammelte auf
seinen Grundstücken 1 850 kg das ergab ca. 700 Liter Saft.
Am 18. November 2007 fand in der
Universität Hohenheim der 2te Landesweite Streuobsttag statt. Der Ostfilderner Apfelsaft wurde
leider nicht zur Prämierung gemeldet.
Die
Annahme des Obstes und die Herstellung des Saftes erfolgt
durch die Firma Mayer in Stuttgart-Uhlbach. Wir die NABU-
Ortgruppe in Ostfildern unterstützen die Annahme des Obstes
logistisch und sind der größte Lieferant selbst. Unsere
Äpfel stammen von Streuobstwiesen die vom NABU
bewirtschaftet werden.
Wenn Sie den Ostfilderner
Apfelsaft auch mal probieren möchten, hier sind Händler die ihn führen: