Informationen und Naturschutz in der Praxis

 

Hochzeitsreise verläuft tragisch!

 

 

 

So in etwa könnte die Überschrift über den tragischen Tod der Erdkröten lauten, die derzeit auf dem Weg in Ihre Laichgebiete überfahren werden. Bitte helfen Sie mit, dass das nicht passiert. Werden Sie zum Amphibienverkehrslotse und Lebensretter.

 

 

 

Amphibien bewohnen im Laufe eines Jahres in einem zyklischen Wechsel völlig unterschiedliche Lebensräume.

 

Viele wissen bestimmt, dass die Entwicklung der Amphibien im Wasser beginnt, denn die Tiere besitzen während ihrer Larvalzeit Kiemen und sind somit auf das Wasser angewiesen. Nach der morphologischen und physiologischen Metamorphose, wenn Kiemen zur Lunge umgebildet werden, werden die Amphibien Ihrem Namen gerecht. Denn dieser kommt aus dem altgriechischen und bedeutet doppellebig, also im Wasser und an Land lebend. Zur Zeit der Ablage kommen die Amphibien wieder zu den Gewässern zurück, während die Nahrungs- und Überwinterungsgebiete zum Teil weit abseits der Gewässer liegen können.

 

Die Gründe für die Wanderung sind vielfältig von der Nahrungssuche über die Erschließung neuer Fortpflanzungshabitat bis zur Überwindung der genetischen Isolation. Die Wanderung findet vor allem in der Dämmerung und nachts statt, zur Zeiten durchschnittlich hoher Luftfeuchte und zum Schutz vor Feinden.

 

 

 

Doch ein Feind bleibt – die Straßen, Dohlen, Kanäle, etc. die zwischen dem Laichgewässer und dem Überwinterungsplatz liegen.

 

 

 

Die Erdkröte (Bufo Bufo) hat bereits mit Ihrer Wanderung dieses Jahr begonnen. Damit die Tiere im Frühjahr aus der Winterruhe erwachen und mit der Wanderung beginnen, muss die Temperatur in einer Bodentiefe von mindestens einem halben Meter 4 bis 5 °C erreichen. Optimale Wanderbedingungen herrschen in einer Zeit von 19:00 – 02:00 Uhr nachts bei über 70% Luftfeuchtigkeit mit Lufttemperaturen über 7°C.

 

Die Erdkröte orientiert sich am Magnetfeld der Erde durch optische und akustische Signale (Landmarken oder arteigene Rufe) sowie durch den Geruch. Den Sommer verbringt die Kröte meist in Wäldern, wo sie in feuchten

 

oder nassen Nächten auf die Jagd geht. Die Winterquartiere werden im Spätherbst bezogen und liegen oft in unmittelbarer Nähe zu den Sommerquartieren. Um den Winter zu überleben gräbt sich die Kröte entweder bis zu einem halben Meter tief ein oder sucht sich ein Versteck (z.B. Laubstreu in vorhanden Löchern und Höhlen von anderen Tieren).

 

Leider endet die Wanderung für fast 90 % der Population meist tödlich.

 

 

 

Deshalb unsere Bitte: Nicht wegsehen, sondern handeln! Werden Sie zum Krötenretter wenn Sie Tiere sehen, die die Straße überqueren möchten. Einfach auf die Hand nehmen und zur anderen Straßenseite tragen.

Obstbäume richtig schneiden

 

Sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken dringen, wird auf den Wiesen und in den Gärten fleißig gearbeitet. Es ist Zeit die Obstbäume zu schneiden. Doch wieso schneidet man den Obstbaum? In den ersten Jahren liegt das Augenmerk nicht etwa auf dem Fruchtertrag der Bäume sondern auf dem Aufbau des Kronengerüsts. Nur so kann der Baum ein Ertrags- und Lebensalter von 50 bis 100 Jahren erreichen.  Um die Wüchsigkeit zu fördern sollten Obsthochstämme deshalb einem jährlichen, straffen  Schnitt unterworfen werden.  Dies sollten Sie beachten:

 

  • Die geeignete Kronenform wird als Pyramidenkrone bezeichnet

  • Schlitzäste entfernen

  • Leitäste und die Stammverlängerung jährlich ein bis zwei Drittel zurückschneiden

 

 

Eine ausführliche Anleitung gibt es hier!

 

Sterben Insekten im Winter?

 

Viele Menschen glauben, dass alle Insekten im kalten Winter sterben, denn schließlich scheinen alle wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Doch wäre das der Fall, dann hätten wir im nächsten Jahr gar keine Insekten mehr. Insekten haben sich viele Taktiken zugelegt, damit auch sie den Winter überleben.

 

Man spricht bei Insekten von der sogenannten Winterstarre. So überdauern die Insekten den Winter in sicheren Verstecken, wie z.B. Hohlbäume, Mauerritzen, Spalten, tief in der Erde oder in unseren Wohnungen.

 

Manche Insekten, wie zum Beispiel Marienkäfer, kuscheln sich im Winter aneinander, um der Kälte zu entgehen. Andere wiederum sind mit Frostschutzmittel ausgestattet, dass das Erfrieren der lebenswichtigen Organe verhindert. Die Honigbiene zum Bespiel bildet eine Wintertraube, das heißt sie kuschelt sich mit den anderen Bienen des Stockes zusammen. Alle Bienen zittern während der Zeit mit Ihren Muskeln. Dadurch entsteht Wärme – fast 20 °C erreichen die Bienen damit in Ihrem Stock.  

 

 

Insekten, die keinen Schutz gegen den kalten Winter entwickelt haben, wandern in den wärmeren Süden aus.

 

Vogel gefunden was tun?

So langsam fliegen die Jungvögel aus Ihren Nestern und die Anzahl Fundtiere häuft sich. Aber ist es wirklich richtig jeden Vogel mitzunehmen? Wie man sich richtig verhält können Sie hier nachlesen:

 

Bei jedem Vogel, den ich finde, muss ich mir selbst erst mal die Frage stellen, ob dieser wirklich so hilfsbedürftig ist, wie er aussieht. Meistens packt uns dann das Kindchenschema und wir wollen helfen – doch das ist oft nicht nötig.

 

Jungvögel, die das Nest verlassen, hüpfen anfangs durch die Büsche oder über Rasenflächen und sehen meist hilfsbedürftiger aus, als sie wirklich sind, denn viele Jungvögel verlassen das Nest bereits bevor sie richtig fliegen können. Die Jungvögel werden trotzdem noch von ihren Eltern gefüttert und stoßen deswegen weiterhin Bettelrufe aus, die keineswegs Hilferufe sind. Deshalb gilt: Bevor Sie gefundene Jungvögel mitnehmen, lassen Sie diese erst einmal sitzen und beobachten Sie aus sicherer Entfernung mindestens eine Stunde lang, ob die Jungvögel nicht doch noch von Ihren Eltern gefüttert werden. Ist das der Fall, dann setzen Sie den Jungvogel einfach wieder in eine Astgabel am Fundort, damit er zumindest vor Raubtieren geschützt ist.

 

Sehr junge und noch kaum befiederte Tiere, die aus dem Nest gefallen sind, sollten wieder vorsichtig dorthin zurückgesetzt werden. Doch man muss sich auch bewusst machen, dass es ein natürlicher Vorgang ist, wenn Jungvögel von Raubtieren gefressen werden.

 

Anders verhält es sich bei verletzten Vögeln. Vögel, egal ob Jungvogel oder adulter Vogel, die verletzt sind, dürfen mitgenommen werden. Die Vögel sollten unbedingt einem Tierarzt, dem Tierheim oder einer Vogelstation vorgestellt werden. Bitte stecken Sie Wildvögel nicht in einen Käfig, sondern transportieren Sie diese in einem Karton oder in einer Box. Im Internet findet man zahlreiche Hilfestellungen, wie man mit den verletzen Vögeln am sinnvollsten umgeht, denn nicht jede Vogelart kann man gleich behandeln. Mauersegler, z.B. müssen ganz anders behandelt werden als z.B. Krähen.

 

Nistkästen spätestens jetzt reinigen

 

Ganz selten nutzen Vögel die gebauten Nester vom letzten Jahr wieder. Doch leider können Sie das alte Nest in Nistkästen oft nicht selbst entfernen. Ihre Lösung: Einfach ein neues Nest auf das alte bauen. Doch das birgt Risiken. Durch die Erhöhung können Räuber, wie Marder, leichter an die Eier oder Küken gelangen. Deshalb kommen die Nester bei uns jetzt raus. Der angenehme Nebeneffekt: eventuelle Parasiten vom Vorjahr werden gleich mit entfernt und die Vögel bleiben gesund. Die Reinigung kann entweder im Spätherbst oder im Winter erfolgen. Sollte sich jedoch ein Wintergast im Kasten befinden, wie z.B. der Siebenschläfer, dann bitte den Kasten erst im Frühjahr nach Auszug der Wintergäste reinigen.

Wussten Sie schon, dass Sie sogar am Nestmaterial erraten können was für ein Vogel hier gebrütet hat?

Viel Moos mit einer weich mit Tierhaaren gepolsterten Nistmulde lässt auf Meisen schließen und Kleiber nisten auf trockenen Blättern, gemischt mit Rindenstückchen.

Es gibt Nisthilfen, die man nicht reinigen sollte, etwa die Nistkästen von Mauerseglern. Mauersegler bauen ihr Leben lang an einem einzigen Nest, es ihnen wegzunehmen würde ihre Brutbemühungen praktisch auf null zurücksetzen. Schwalbennester dürfen auch nach der Brutzeit nicht entfernt werden - sie sind ganzjährig geschützt und werden im Folgejahr von den Schwalben ausgebessert und wieder benutzt. Wir reinigen die Bretter unter den Nestern, damit sich auch die menschlichen Hausbewohner wieder wohl fühlen und es genug Platz für die Hinterlassenschaften im neuen Jahr hat.

Wer uns helfen möchte ist gerne eingeladen!

 

Warum sind viele Höhlen auf der Schwäbischen Alb aktuell gesperrt?

Alle Höhlen auf der Schwäbischen Alb sind seit 01. Oktober bis 31. März gesperrt. Die hat nicht etwa Renovierungsgründe. Nein hier wird eines unserer Säugetiere geschützt!

 

Na wissen Sie schon welches? Richtig unsere Fledermaus.

 

Die kleinen Säugetiere nutzen die Höhlen als Winterquartiere und sind laut BNatSchG § 39 geschützt. Störungen sind für die Luftakrobaten absolut tödlich, denn während des Winterschlafes laufen sämtliche Lebensfunktionen auf Sparflamme. Der Herzschlag fällt von ungefähr 600 Schlägen pro Minute auf nur 10 Schläge ab und auch die Atemfrequenz geht stark zurück. Der Stoffwechsel ist fast ausgeschaltet  und die Fledermaus verbraucht so nur sehr wenig Energie und lebt von ihren Fettreserven. Je nach Überwinterungsort, geschützte Höhlen, alte Stollen, andere unterirdische Verstecke oder auch ausgefaulte Baumhöhlen bevorzugen die Arten zwischen 2° C und 12° C. Am wichtigsten für die Überwinterung ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, damit die Fledermäuse nicht austrocknen. Mitte März bis Anfang April ist der Winterschlaf beendet und die Fledermäuse machen sich auf den Weg in Ihre Sommerlebensräume und die Höhlen sind zur Besichtigung wieder frei gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

aktuelle termine

Abendspaziergang fällt aus

Der ankgekündigte Abenspaziergang am 06.04. mit dem Albverein fällt leider aus. Ein Nachfolgetermin wird noch bekannt gegeben

Schwalbennesterputzete

07.04.18 Treffpunkt 9.00 h Hindenburgstr. 42 (Schreinerei Gräber)

Vogelstimmenseminar

08.04.18 mit Gabi Schmidts

Treffpunkt: 9.00 Vereinsheim

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NABU Ausflug

06.05.18

Wir bitten um Anmeldung.

Näheres unter Unsere Termine

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Helfer GESUCHT

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