Was tun bei verletzten Tieren?

Wenn Sie ein verletztes Tier haben, finden Sie unter folgendem Link eine Übersicht der Ansprechpartner. Damit keine Zeit verloren geht, bitte wir Sie diese direkt zu kontaktieren. 

https://www.nabu-kreis-es.de/verletzte-tiere/

 

 

Die Tropenzecke Hyalomma

Mit dem Frühling kommt auch die Zeit zurück, wo wir nach einem Spaziergang auf die Suche nach Zecken gehen. Zecken sind zwar auch im Winter aktiv, halten sich hier aber vor allem an Wildtieren auf. Zecken gehören zu den Spinnentieren. Ihre Opfer wittern sie mit dem sogenannten „Hallerschen Organ“. Das ist ein besonderes Organ am Vorderbein, mit dem sie bestimmte Stoffe, wie  die im Schweiß enthaltene Buttersäure oder Ammoniak sowie Kohlendioxid, das beim Ausatmen entsteht, riechen können. Um Ihre Opfer schnell ausfindig zu machen, klettert die Zecke auf Gräser und Büsche, meistens in Knie- bis Hüfthöhe. Hat die Zecke ihre Jagdposition eingenommen, streckt sie oft ihre Vorderbeine in die Höhe, um mit ihrem Hallerschen Organ alle Duftstoffe in ihrer Umgebung besser wahrzunehmen. Streift der Wirt die Zecke, greift sie sich blitzschnell mit den starken Krallen an ihren Vorderbeinen die Haut, das Fell oder die Kleidung und hält sich fest. Dafür reicht eine Berührung von wenigen Sekundenbruchteilen aus.  Erwachsene Weibchen können bei einer einzigen Mahlzeit ihr Körpergewicht um das 100- bis 200-fache erhöhen. Wollte das ein Mensch schaffen, müsste er so lange Pizza essen, bis er etwa so viel wie ein Lastwagen wiegt. Ein Zeckenweibchen kann auf einmal zwischen 2000 und 20.000 Eier legen. Damit der Wirt den Stich nicht bemerkt, gibt die Zecke mit dem Speichel ein Betäubungsmittel ab, wenn sie zusticht. Deswegen bemerkt der Wirt einen Zeckenstich nicht gleich, obwohl der Stachel der Zecke viel dicker und gröber ist, als der feine Stachel einer Stechmücke. Das allein reicht aber noch nicht aus. Um zu verhindern, dass der Wirt die Zecke einfach wegkratzt, hat die Zecke noch einen anderen Trick auf Lager: Sie produziert 5-30 Minuten nach dem Stich eine Art Klebstoff, durch den sie sich mit dem Wirt fest verklebt. Mit Feuchtigkeit haben Zecken generell kein Problem. Daher ist auch eine Waschmaschine für sie nicht unbedingt eine lebensbedrohliche Umgebung. Kritisch wird es für Zecken erst, wenn besonders heiß gewaschen wird oder sie im Trockner landen.

Weltweit gibt es über 900 verschiedene Zeckenarten. In Deutschland kommen XY Arten vor. Die bekannteste Art in Deutschland ist die Auwaldzecke und der gemeine Holzbock.  Aber es gibt auch immer wieder neue Arten bei uns, denn Zecken verbreiten sich über Länder, ja sogar über Kontinente hinweg. Sie reisen als blinde Passagiere bei Holztransporten mit oder sie überwinden längere Strecken mit ihren Wirten, zum Beispiel Vögeln oder Rehen. Und das kann problematisch werden, denn neue Arten zeigen häufig ein völlig anderes Verhalten und weil sie andere Erreger in sich tragen können als die heimischen Zecken. So kann beispielsweise die braune Hundezecke, anders als alle einheimischen Zecken, problemlos in Gebäuden und Wohnungen überleben. Durch diese Fähigkeit ist die Art, welche ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika stammt, mittlerweile weltweit verbreitet. Diese Zecke überträgt das Mittelmeer-Fleckfieber.

Eine neue Zeckenart ist die sogenannte Hyalomma-Zecke, die über Vögel eingeschleppt wurde. Anhand ihrer Größe und der braun-gelb gestreiften Beine lassen sich die neuen Zecken leicht von unseren heimischen Arten unterscheiden. Aber auch im Verhalten gibt es klar erkennbare Unterschiede. Während heimische Zecken vor allem als Lauerjäger bekannt sind, die Wochen und Monate auf einen vorbeikommenden Wirt warten, begibt sich Hyalomma aktiv auf Wirtssuche. Warmblüter werden aus einer Entfernung von bis zu zehn Metern mit den Augen oder chemischen Sinnen der Zecken wahrgenommen und dann über mehrere hundert Meter verfolgt. Die Zeckenarten können außerdem neue, gefährliche Krankheiten wie das Krim-Kongo Hämorrhagische Fieber übertragen. Die Parasitologen der Universität Hohenheim forschen aktiv an der neuen Zeckenart. Dazu sind allerdings lebende Tiere erforderlich. Aufgrund des Verhaltens der Hyalomma- Zecken ist es für die Forscher fast unmöglich diese Zecken aktiv zu sammeln. Sie sind daher auf die Hilfe von uns angewiesen. Wenn Sie eine verdächtige Zecke gefunden haben, dann senden Sie bitte eine E-Mail an tropenzecken@uni-hohenheim.de.

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/gesundheit/zecken/12380.html

 

https://zecken.uni-hohenheim.de/hyalomma

Auf Spurensuche

Auch wenn der Winter bisher recht mild ausfällt, so hoffen wir doch auf etwas Schnee. Dann kann man sie wieder deutlich entdecken -  Spuren unserer heimischen Tierwelt. Doch wissen Sie welche Spur zu welchem Tier gehört?

 

Rothirsch, Reh und Wildschwein sind sich sehr ähnlich, doch die Größe und die zusätzlichen Abdrücke der Afterklaue bei den Wildschweinen lassen einen deutlichen Unterschied erkennen.

 

Der Fuchs zeichnet sich durch eine gerade Linie im Schnee aus. Die Spur verläuft so gerade, dass man denkt die Füße wären hintereinander und nicht parallel gewachsen.

 

Der Hase zeichnet sich durch 2 große nebeneinander liegende Pfotenabdrücke vorne, gefolgt von zwei hintereinander liegenden kleineren Abdrücken ab.

 

Ein netter Abdruck ist auch der des Eichhörnchens. Einmal gesehen und gelernt, werden Sie ihn überall wieder treffen.

 

Eine tolle Übersicht bietet hier die PETA:

 

https://www.peta.de/faehrtenlesen-im-winter

 

 

 

Als Spur bezeichnet man aber nicht nur die Abdrücke der Füße, sondern es geht um alles, was auf die Tätigkeit oder auch nur die Anwesenheit von Tieren hinweist, so zum Beispiel auch Fraßspuren. Alle Tiere haben eine für sie typische Ernährungsweise und hinterlassen somit typische Spuren, die in der Regel sehr genau zuzuordnen sind. Man kann erkennen, wie das jeweilige Tier seine Zähne, Krallen, Schnabel oder sonstige Hilfsmittel eingesetzt hat. Anhand dieser Spuren wird einem klar, dass die scheinbar ausgestorbene Winterlandschaft gar nicht so ausgestorben, sondern voller Leben ist.

 

Hier ein paar Beispiele und Anregungen zur weiteren Spurensuche:

 

In den kahlen Bäumen und Hecken findet man im Winter gut die verlassenen Vogelnester. Schauen Sie sich doch die Nester mal genauer an. Welcher Vogel hat hier wohl gebrütet? Doch Achtung – manchmal sind die Nester auch im Winter bewohnt. Manche Mäuse, wie die Gelbhalsmaus sind besonders gute Kletterer und nutzen die alten Nester um gut geschützt zum Beispiel Hagebutten zu fressen. Die Reste dieser Mahlzeit liegen oft unter den Hecken oder in den Vogelnestern. Da es die kleinen Nager auf den Samen, also das Innere der Hagebutte abgesehen haben, findet man hier übrigens das Fruchtfleisch.

 

Auch der Kot gibt Aufschluss darauf wer hier vor Ort war. Mäusekot ist länglich und sehr klein, bei Kaninchen rundlich und sehr dunkel und beim Hasen ebenfalls rundlich, aber deutlich größer und meistens graugrün oder bräunlich gefärbt.

 

Es gibt noch so viel mehr Spuren. Wer Spaß hat diese zu entdecken, der besorgt sich am besten ein Spurenbuch und los geht’s.

 

 

 

 

Gallwespen

Der Herbst ist im Anmarsch, das Laub verfärbt sich und wird gerne eingesammelt. Vor allem die Blätter vom Ahorn werden mit Vorliebe gesammelt. Doch auf einigen dieser Blätter finden sich rote, kugelige Gebilde. Das sind die sogenannten Gallen abnorme Veränderungen von Pflanzenteilen wie Wucherungen, Verdickungen oder blasige Gebilde auf Blättern, an Stängeln oder Wurzeln. Diese Gallen finden sich bevorzugt auch auf Eichen-, Buchen oder auch Rosenblättern. Ihre Formen sind ganz unterschiedlich. Rote, bis zu kirschgroße kugelige Gebilde, manchmal auch größere zottelige Kugeln oder zipfelartige Objekte – das Werk von Bakterien, Fadenwürmern, Milben oder Insektenlarven. Bei Insekten haben die Gallen eine artspezifische Form und sind in vielen Fällen leichter bestimmbar als das auslösende Insekt. Gallen kommen an Blüten, Blättern, Stengeln, Zweigen, Knospen und Wurzeln vor. Mit Hilfe von Botenstoffen programmieren sie die Entwicklung von Pflanzenteilen zu Ihren Gunsten um.

Die Entwicklung von Gallen kann man am Beispiel der Eichen-Gallwespe selbst beobachten:

Sammeln Sie Eichenblätter mit Gallen ein. Die Gallen findet man auf der Unterseite der Eichenblätter. Sie sind fast kirschgroß. Geben Sie die Blätter in ein Glasgefäß auf etwas feuchten Rindenmulch und verschließen Sie das Glas mit einer Gaze. Das Glas muss über den Winter feucht und kühl gehalten werden, dann schlüpfen im Februar mit etwas Glück die ameisenartigen, wenige Millimeter großen, geflügelten weiblichen Eichen-Gallwespen aus. Die Weibchen legen wieder unbefruchtete Eier an Eichenknospen ab, woraufhin die Pflanze kleine, knospenförmige Gallen – sogenannte Zwischengallen bildet. Aus diesen schlüpfen im späteren Frühjahr sowohl weibliche als auch männliche Tiere. Diese verpaaren sich und die Weibchen legen ihre Eier einzeln an die Blattunterseite junger Eichenblätter. Die Larven, die daraus schlüpfen benetzen kleine Areale an den Blattrippen mit Speichel. Die darin enthaltenden Wirkstoffe veranlassen das Blatt dazu rund um die Larven Gallen zu bilden. Die Larve entwickelt sich in einer Kammer im Inneren der Galle, ist perfekt geschützt und wird durch den Wirt genährt. Wenn der Baum im Herbst seine Blätter abwirft dann verpuppen sich die Larven auf dem Boden. Damit beginnt der Zyklus von vorn.

 

 

Auch unsere gefiederten Freunde brauche Wasser

Der Sommer ist auch dieses Jahr wieder in vollen Zügen da und es wird richtig heiß. Die Hitze macht nicht nur uns Menschen, sondern auch den Tieren zu schaffen. Und so müssen Vögel und auch andere Tiere versuchen ihren erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Daher bittet der NABU Naturfreunde bei extrem trockenem Wetter Vogeltränken bzw. Wasserstellen aufzustellen, denn in vielen Siedlungen und in weiten Teilen der Agrarlandschaft sind die natürlichen Gewässer verschwunden und während heißer Sommertage leiden die Vögel oft unter dem Wassermangel. Das Aufstellen einer Wasserschale bietet auch den Vorteil, dass die Vögel Ihren Durst weniger an Kirschen und Johannisbeeren stillen.

Vogeltränken kann man im Gartenhandel erwerben oder ganz einfach selbst bauen. Hier reicht schon ein einfacher Blumentopf-Untersetzer oder ein ausrangierter Suppenteller. In diesem Video erhalten Sie nützliche Tipps zum Bau einer Vogeltränke.

https://www.youtube.com/watch?v=KkjiXljMbng

Wichtig ist, dass das Wasser im sauber ist, um die Ausbreitung von Salmonellen, Trichomonade & Co. zu vermeiden. Daher gehören täglicher Wasserwechsel, Ausspülen und Sauberwischen zum Pflichtprogramm des verantwortungsvollen Vogelfreundes oder sie arbeiten mit 2  Wasserschalen, die abwechselnd benutzt werden. Wenn eine Tränke 24 Stunden am besten in der Sonne trocken steht, sind die Parasiten tot. Aber nicht nur die Sauberkeit spielt eine Rolle sondern auch der Aufstellungsort. Die Tränke bzw. das Bad sollte nicht unmittelbar in der Nähe von Büschen oder Hecken eingerichtet sein, damit sich Stubentiger nicht so leicht anschleichen können und das Bad ein jähes Ende nimmt.

 

Wer den gefiederten Freunden gerne noch mehr Gutes tun möchte, der kann zudem noch ein Sandbad einrichten. 

Informationen und Naturschutz in der Praxis

Gartengestaltung für die Schönen der Nacht

In Baden-Württemberg sind 21 von ca. 1.000 Fledermausarten weltweit heimisch. Die intensive Landwirtschaft, Gebäudesanierung, Quartierverlust und der Insektenschwund machen den Schönen der Nacht das Leben inzwischen jedoch sehr schwer. Hierdurch sind in den letzten 30 Jahren etwa 80% der Bestände zurückgegangen und 3 Arten gelten in Baden-Württemberg als verschollen.

 

Der Einsatz von Giften in der Land- und Forstwirtschaft hat einen großen Einfluss auf das Insektensterben und beeinflusst  dadurch auch die Fledermäuse. Ebenso die Beseitigung von Hecken und Feldgehölz oder die Trockenlegung von Feuchtwiesen zerstört den Lebensraum vieler Insekten. 

 

Unsere Gärten nehmen inzwischen einen erheblichen Teil der Grünfläche ein, wodurch wir durch dessen vielfältige Gestaltung eine Nahrungsquelle für Insekten und damit auch für Fledermäuse schaffen können.  Viele Gartenbesitzer pflanzen bereits gezielt Futterpflanzen für Hummeln, Bienen und Tagfalter an. Zu den Hauptspeisen unserer heimischen Fledermäuse gehören vor allem die vielen kleinen "Motten" und unterschiedliche Nachtfalter wie die Gammaeule, Hausmutter, Winden- und Mittlerer Weinschwärmer.

 

Vor allem das Nahrungsangebot für  Raupen ist von großer Bedeutung. Die meisten Raupen sind dabei stark spezialisiert was ihre Nahrung angeht. Bei Schmetterlingen sind dabei besonders drei Pflanzenarten als Raupennahrungspflanzen allein oder in Kombination mit anderen Pflanzen auffallend. Dies sind die Salweide, die Schlehe und die Brennnessel. Durch diese wird eine sehr gute Basis für heimische Insekten geschaffen.

 

Wenn Sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen möchten, dass Fledermäuse ihren Garten als Jagdrevier nutzen, können Sie dies durch nachtblühende Pflanzen unterstützen. Nachtblühende und nektarreiche Blütenpflanzen, wie z.B. Nachtkerze, Geißblatt, Leimkraut, Seifenkraut und Wegwarte locken durch ihren intensiven Duft und ihre UV-Strahlung Nachfalter an.  Einige dieser Pflanzen öffnen für die Bestäubung durch Nachtfalter ihre Blüten sogar erst nach Einbruch der Dämmerung (z.B. Nachtkerze) oder senden erst dann ihren betörenden Duft aus (z.B. Geißblatt).

 

Entscheidend für die Pflanzenauswahl ist natürlich der vorgesehene Standort. Für trockene und nährstoffarme Böden eignen sich Nachtkerze, Weiße Lichtnelke, Wegwarte, Nickendes Leimkraut, Echtes Seifenkraut, Gewöhnlicher Dost sowie verschiedene Weidenröschen- und Fetthennenarten. Die Nachtviole, Türkenbundlilie, Frühlingsplatterbse, Goldlack und Gartensalbei brauchen dagegen etwas Kalkzugabe.  Auf normalem Mutterboden wachsen gerne der Lerchensporn, Vogelwicke, Staudenphlox, Schnittlauch, Minze und Melisse. Für feuchtere Böden eignen sich die  rote Taglichtnelke, Borretsch, Schnittlauch, Ross- und Poleiminze.

 

Wichtig für die Hilfe zur Erhaltung der Fledermäuse ist ein vielseitig gestalteter Garten für einen artenreichen und heimischen Pflanzenbestand. Die einzelnen Teillebensräume wie Hecke oder Blumenwiese sollten dabei durch möglichst "weiche" Übergänge z.B. in Form eines Hochstaudensaums miteinander verbunden werden. Auch ein Teich ist für Fledermäuse sehr attraktiv, da dieser viele Insekten anlockt.

 

        Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/fledermaeuse/aktiv-fuer-fledermaeuse/11241.html

 

Warum Enten auf dem Eis nicht festfrieren.

Haben Sie schon mal was vom sogenannten Wundernetz gehört? Das ist nämlich dafür verantwortlich, dass Wasservögel nicht auf dem Eis festfrieren. Das Wundernetz funktionier wie ein Wärmetauscher. Die Blutgefäße liegen hier sehr dicht beeinander. Das arterielle Blut strömt darin vom knapp 40 Gard warmen Körper Richtung Füße und fließt dabei sehr nah an den Venen vorbei, die das abgekühlte Blut aus den Füßen wieder zum Körper zurück transportieren. Im Wundernetz erwärmt das warme Blut das kalte – wie bei einem Wärmetauscher. Die Ente kühlt deshalb selbst dann nicht aus, wenn sie stundenlang auf dem Eis herumwatschelt. Dabei sind die Füße gut durchblutet – allerdings mit relativ kaltem Blut – weshalb kaum Wärme verloren geht und auch das Eis unter den Füßen der Enten nicht wegschmilzt.

Das Laub fällt - doch wohin damit?

Es wird wieder kalt in Deutschland, die bunten Blätter fallen zu Boden - der Herbst ist da!

Alle Gartenbesitzer nutzen die letzten Sonnenstrahlen, um den Garten für den Winter fit zu machen. Doch wie wird man mit dem Laub am besten fertig? Am schnellsten und unanstrengendsten funktioniert das sicherlich mit dem Laubsauger. Doch dieser tötet meist alles Leben im Laubhaufen ab und bietet den heimischen Tieren keine Chance zur Überwinterung.

Am besten recht man das Laub zu einem Laubhaufen zusammen, denn das hilft den Tieren und Pflanzen.

Mehr dazu gibt es hier:

Der Laubhaufen

 

Hochzeitsreise verläuft tragisch!

 

 

 

So in etwa könnte die Überschrift über den tragischen Tod der Erdkröten lauten, die derzeit auf dem Weg in Ihre Laichgebiete überfahren werden. Bitte helfen Sie mit, dass das nicht passiert. Werden Sie zum Amphibienverkehrslotse und Lebensretter.

 

 

 

Amphibien bewohnen im Laufe eines Jahres in einem zyklischen Wechsel völlig unterschiedliche Lebensräume.

 

Viele wissen bestimmt, dass die Entwicklung der Amphibien im Wasser beginnt, denn die Tiere besitzen während ihrer Larvalzeit Kiemen und sind somit auf das Wasser angewiesen. Nach der morphologischen und physiologischen Metamorphose, wenn Kiemen zur Lunge umgebildet werden, werden die Amphibien Ihrem Namen gerecht. Denn dieser kommt aus dem altgriechischen und bedeutet doppellebig, also im Wasser und an Land lebend. Zur Zeit der Ablage kommen die Amphibien wieder zu den Gewässern zurück, während die Nahrungs- und Überwinterungsgebiete zum Teil weit abseits der Gewässer liegen können.

 

Die Gründe für die Wanderung sind vielfältig von der Nahrungssuche über die Erschließung neuer Fortpflanzungshabitat bis zur Überwindung der genetischen Isolation. Die Wanderung findet vor allem in der Dämmerung und nachts statt, zur Zeiten durchschnittlich hoher Luftfeuchte und zum Schutz vor Feinden.

 

 

 

Doch ein Feind bleibt – die Straßen, Dohlen, Kanäle, etc. die zwischen dem Laichgewässer und dem Überwinterungsplatz liegen.

 

 

 

Die Erdkröte (Bufo Bufo) hat bereits mit Ihrer Wanderung dieses Jahr begonnen. Damit die Tiere im Frühjahr aus der Winterruhe erwachen und mit der Wanderung beginnen, muss die Temperatur in einer Bodentiefe von mindestens einem halben Meter 4 bis 5 °C erreichen. Optimale Wanderbedingungen herrschen in einer Zeit von 19:00 – 02:00 Uhr nachts bei über 70% Luftfeuchtigkeit mit Lufttemperaturen über 7°C.

 

Die Erdkröte orientiert sich am Magnetfeld der Erde durch optische und akustische Signale (Landmarken oder arteigene Rufe) sowie durch den Geruch. Den Sommer verbringt die Kröte meist in Wäldern, wo sie in feuchten

 

oder nassen Nächten auf die Jagd geht. Die Winterquartiere werden im Spätherbst bezogen und liegen oft in unmittelbarer Nähe zu den Sommerquartieren. Um den Winter zu überleben gräbt sich die Kröte entweder bis zu einem halben Meter tief ein oder sucht sich ein Versteck (z.B. Laubstreu in vorhanden Löchern und Höhlen von anderen Tieren).

 

Leider endet die Wanderung für fast 90 % der Population meist tödlich.

 

 

 

Deshalb unsere Bitte: Nicht wegsehen, sondern handeln! Werden Sie zum Krötenretter wenn Sie Tiere sehen, die die Straße überqueren möchten. Einfach auf die Hand nehmen und zur anderen Straßenseite tragen.

Obstbäume richtig schneiden

 

Sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken dringen, wird auf den Wiesen und in den Gärten fleißig gearbeitet. Es ist Zeit die Obstbäume zu schneiden. Doch wieso schneidet man den Obstbaum? In den ersten Jahren liegt das Augenmerk nicht etwa auf dem Fruchtertrag der Bäume sondern auf dem Aufbau des Kronengerüsts. Nur so kann der Baum ein Ertrags- und Lebensalter von 50 bis 100 Jahren erreichen.  Um die Wüchsigkeit zu fördern sollten Obsthochstämme deshalb einem jährlichen, straffen  Schnitt unterworfen werden.  Dies sollten Sie beachten:

 

  • Die geeignete Kronenform wird als Pyramidenkrone bezeichnet

  • Schlitzäste entfernen

  • Leitäste und die Stammverlängerung jährlich ein bis zwei Drittel zurückschneiden

 

 

Eine ausführliche Anleitung gibt es hier!

 

Sterben Insekten im Winter?

 

Viele Menschen glauben, dass alle Insekten im kalten Winter sterben, denn schließlich scheinen alle wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Doch wäre das der Fall, dann hätten wir im nächsten Jahr gar keine Insekten mehr. Insekten haben sich viele Taktiken zugelegt, damit auch sie den Winter überleben.

 

Man spricht bei Insekten von der sogenannten Winterstarre. So überdauern die Insekten den Winter in sicheren Verstecken, wie z.B. Hohlbäume, Mauerritzen, Spalten, tief in der Erde oder in unseren Wohnungen.

 

Manche Insekten, wie zum Beispiel Marienkäfer, kuscheln sich im Winter aneinander, um der Kälte zu entgehen. Andere wiederum sind mit Frostschutzmittel ausgestattet, dass das Erfrieren der lebenswichtigen Organe verhindert. Die Honigbiene zum Bespiel bildet eine Wintertraube, das heißt sie kuschelt sich mit den anderen Bienen des Stockes zusammen. Alle Bienen zittern während der Zeit mit Ihren Muskeln. Dadurch entsteht Wärme – fast 20 °C erreichen die Bienen damit in Ihrem Stock.  

 

 

Insekten, die keinen Schutz gegen den kalten Winter entwickelt haben, wandern in den wärmeren Süden aus.

 

Vogel gefunden was tun?

So langsam fliegen die Jungvögel aus Ihren Nestern und die Anzahl Fundtiere häuft sich. Aber ist es wirklich richtig jeden Vogel mitzunehmen? Wie man sich richtig verhält können Sie hier nachlesen:

 

Bei jedem Vogel, den ich finde, muss ich mir selbst erst mal die Frage stellen, ob dieser wirklich so hilfsbedürftig ist, wie er aussieht. Meistens packt uns dann das Kindchenschema und wir wollen helfen – doch das ist oft nicht nötig.

 

Jungvögel, die das Nest verlassen, hüpfen anfangs durch die Büsche oder über Rasenflächen und sehen meist hilfsbedürftiger aus, als sie wirklich sind, denn viele Jungvögel verlassen das Nest bereits bevor sie richtig fliegen können. Die Jungvögel werden trotzdem noch von ihren Eltern gefüttert und stoßen deswegen weiterhin Bettelrufe aus, die keineswegs Hilferufe sind. Deshalb gilt: Bevor Sie gefundene Jungvögel mitnehmen, lassen Sie diese erst einmal sitzen und beobachten Sie aus sicherer Entfernung mindestens eine Stunde lang, ob die Jungvögel nicht doch noch von Ihren Eltern gefüttert werden. Ist das der Fall, dann setzen Sie den Jungvogel einfach wieder in eine Astgabel am Fundort, damit er zumindest vor Raubtieren geschützt ist.

 

Sehr junge und noch kaum befiederte Tiere, die aus dem Nest gefallen sind, sollten wieder vorsichtig dorthin zurückgesetzt werden. Doch man muss sich auch bewusst machen, dass es ein natürlicher Vorgang ist, wenn Jungvögel von Raubtieren gefressen werden.

 

Anders verhält es sich bei verletzten Vögeln. Vögel, egal ob Jungvogel oder adulter Vogel, die verletzt sind, dürfen mitgenommen werden. Die Vögel sollten unbedingt einem Tierarzt, dem Tierheim oder einer Vogelstation vorgestellt werden. Bitte stecken Sie Wildvögel nicht in einen Käfig, sondern transportieren Sie diese in einem Karton oder in einer Box. Im Internet findet man zahlreiche Hilfestellungen, wie man mit den verletzen Vögeln am sinnvollsten umgeht, denn nicht jede Vogelart kann man gleich behandeln. Mauersegler, z.B. müssen ganz anders behandelt werden als z.B. Krähen.

 

Nistkästen spätestens jetzt reinigen

 

Ganz selten nutzen Vögel die gebauten Nester vom letzten Jahr wieder. Doch leider können Sie das alte Nest in Nistkästen oft nicht selbst entfernen. Ihre Lösung: Einfach ein neues Nest auf das alte bauen. Doch das birgt Risiken. Durch die Erhöhung können Räuber, wie Marder, leichter an die Eier oder Küken gelangen. Deshalb kommen die Nester bei uns jetzt raus. Der angenehme Nebeneffekt: eventuelle Parasiten vom Vorjahr werden gleich mit entfernt und die Vögel bleiben gesund. Die Reinigung kann entweder im Spätherbst oder im Winter erfolgen. Sollte sich jedoch ein Wintergast im Kasten befinden, wie z.B. der Siebenschläfer, dann bitte den Kasten erst im Frühjahr nach Auszug der Wintergäste reinigen.

Wussten Sie schon, dass Sie sogar am Nestmaterial erraten können was für ein Vogel hier gebrütet hat?

Viel Moos mit einer weich mit Tierhaaren gepolsterten Nistmulde lässt auf Meisen schließen und Kleiber nisten auf trockenen Blättern, gemischt mit Rindenstückchen.

Es gibt Nisthilfen, die man nicht reinigen sollte, etwa die Nistkästen von Mauerseglern. Mauersegler bauen ihr Leben lang an einem einzigen Nest, es ihnen wegzunehmen würde ihre Brutbemühungen praktisch auf null zurücksetzen. Schwalbennester dürfen auch nach der Brutzeit nicht entfernt werden - sie sind ganzjährig geschützt und werden im Folgejahr von den Schwalben ausgebessert und wieder benutzt. Wir reinigen die Bretter unter den Nestern, damit sich auch die menschlichen Hausbewohner wieder wohl fühlen und es genug Platz für die Hinterlassenschaften im neuen Jahr hat.

Wer uns helfen möchte ist gerne eingeladen!

 

Warum sind viele Höhlen auf der Schwäbischen Alb aktuell gesperrt?

Alle Höhlen auf der Schwäbischen Alb sind seit 01. Oktober bis 31. März gesperrt. Die hat nicht etwa Renovierungsgründe. Nein hier wird eines unserer Säugetiere geschützt!

 

Na wissen Sie schon welches? Richtig unsere Fledermaus.

 

Die kleinen Säugetiere nutzen die Höhlen als Winterquartiere und sind laut BNatSchG § 39 geschützt. Störungen sind für die Luftakrobaten absolut tödlich, denn während des Winterschlafes laufen sämtliche Lebensfunktionen auf Sparflamme. Der Herzschlag fällt von ungefähr 600 Schlägen pro Minute auf nur 10 Schläge ab und auch die Atemfrequenz geht stark zurück. Der Stoffwechsel ist fast ausgeschaltet  und die Fledermaus verbraucht so nur sehr wenig Energie und lebt von ihren Fettreserven. Je nach Überwinterungsort, geschützte Höhlen, alte Stollen, andere unterirdische Verstecke oder auch ausgefaulte Baumhöhlen bevorzugen die Arten zwischen 2° C und 12° C. Am wichtigsten für die Überwinterung ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, damit die Fledermäuse nicht austrocknen. Mitte März bis Anfang April ist der Winterschlaf beendet und die Fledermäuse machen sich auf den Weg in Ihre Sommerlebensräume und die Höhlen sind zur Besichtigung wieder frei gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

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