Informationen und Naturschutz in der Praxis

Obstbäume richtig schneiden

 

Sobald die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken dringen, wird auf den Wiesen und in den Gärten fleißig gearbeitet. Es ist Zeit die Obstbäume zu schneiden. Doch wieso schneidet man den Obstbaum? In den ersten Jahren liegt das Augenmerk nicht etwa auf dem Fruchtertrag der Bäume sondern auf dem Aufbau des Kronengerüsts. Nur so kann der Baum ein Ertrags- und Lebensalter von 50 bis 100 Jahren erreichen.  Um die Wüchsigkeit zu fördern sollten Obsthochstämme deshalb einem jährlichen, straffen  Schnitt unterworfen werden.  Dies sollten Sie beachten:

 

  • Die geeignete Kronenform wird als Pyramidenkrone bezeichnet

  • Schlitzäste entfernen

  • Leitäste und die Stammverlängerung jährlich ein bis zwei Drittel zurückschneiden

 

 

Eine ausführliche Anleitung gibt es hier!

 

Sterben Insekten im Winter?

 

Viele Menschen glauben, dass alle Insekten im kalten Winter sterben, denn schließlich scheinen alle wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Doch wäre das der Fall, dann hätten wir im nächsten Jahr gar keine Insekten mehr. Insekten haben sich viele Taktiken zugelegt, damit auch sie den Winter überleben.

 

Man spricht bei Insekten von der sogenannten Winterstarre. So überdauern die Insekten den Winter in sicheren Verstecken, wie z.B. Hohlbäume, Mauerritzen, Spalten, tief in der Erde oder in unseren Wohnungen.

 

Manche Insekten, wie zum Beispiel Marienkäfer, kuscheln sich im Winter aneinander, um der Kälte zu entgehen. Andere wiederum sind mit Frostschutzmittel ausgestattet, dass das Erfrieren der lebenswichtigen Organe verhindert. Die Honigbiene zum Bespiel bildet eine Wintertraube, das heißt sie kuschelt sich mit den anderen Bienen des Stockes zusammen. Alle Bienen zittern während der Zeit mit Ihren Muskeln. Dadurch entsteht Wärme – fast 20 °C erreichen die Bienen damit in Ihrem Stock.  

 

 

Insekten, die keinen Schutz gegen den kalten Winter entwickelt haben, wandern in den wärmeren Süden aus.

 

Vogel gefunden was tun?

So langsam fliegen die Jungvögel aus Ihren Nestern und die Anzahl Fundtiere häuft sich. Aber ist es wirklich richtig jeden Vogel mitzunehmen? Wie man sich richtig verhält können Sie hier nachlesen:

 

Bei jedem Vogel, den ich finde, muss ich mir selbst erst mal die Frage stellen, ob dieser wirklich so hilfsbedürftig ist, wie er aussieht. Meistens packt uns dann das Kindchenschema und wir wollen helfen – doch das ist oft nicht nötig.

 

Jungvögel, die das Nest verlassen, hüpfen anfangs durch die Büsche oder über Rasenflächen und sehen meist hilfsbedürftiger aus, als sie wirklich sind, denn viele Jungvögel verlassen das Nest bereits bevor sie richtig fliegen können. Die Jungvögel werden trotzdem noch von ihren Eltern gefüttert und stoßen deswegen weiterhin Bettelrufe aus, die keineswegs Hilferufe sind. Deshalb gilt: Bevor Sie gefundene Jungvögel mitnehmen, lassen Sie diese erst einmal sitzen und beobachten Sie aus sicherer Entfernung mindestens eine Stunde lang, ob die Jungvögel nicht doch noch von Ihren Eltern gefüttert werden. Ist das der Fall, dann setzen Sie den Jungvogel einfach wieder in eine Astgabel am Fundort, damit er zumindest vor Raubtieren geschützt ist.

 

Sehr junge und noch kaum befiederte Tiere, die aus dem Nest gefallen sind, sollten wieder vorsichtig dorthin zurückgesetzt werden. Doch man muss sich auch bewusst machen, dass es ein natürlicher Vorgang ist, wenn Jungvögel von Raubtieren gefressen werden.

 

Anders verhält es sich bei verletzten Vögeln. Vögel, egal ob Jungvogel oder adulter Vogel, die verletzt sind, dürfen mitgenommen werden. Die Vögel sollten unbedingt einem Tierarzt, dem Tierheim oder einer Vogelstation vorgestellt werden. Bitte stecken Sie Wildvögel nicht in einen Käfig, sondern transportieren Sie diese in einem Karton oder in einer Box. Im Internet findet man zahlreiche Hilfestellungen, wie man mit den verletzen Vögeln am sinnvollsten umgeht, denn nicht jede Vogelart kann man gleich behandeln. Mauersegler, z.B. müssen ganz anders behandelt werden als z.B. Krähen.

 

Nistkästen spätestens jetzt reinigen

 

Ganz selten nutzen Vögel die gebauten Nester vom letzten Jahr wieder. Doch leider können Sie das alte Nest in Nistkästen oft nicht selbst entfernen. Ihre Lösung: Einfach ein neues Nest auf das alte bauen. Doch das birgt Risiken. Durch die Erhöhung können Räuber, wie Marder, leichter an die Eier oder Küken gelangen. Deshalb kommen die Nester bei uns jetzt raus. Der angenehme Nebeneffekt: eventuelle Parasiten vom Vorjahr werden gleich mit entfernt und die Vögel bleiben gesund. Die Reinigung kann entweder im Spätherbst oder im Winter erfolgen. Sollte sich jedoch ein Wintergast im Kasten befinden, wie z.B. der Siebenschläfer, dann bitte den Kasten erst im Frühjahr nach Auszug der Wintergäste reinigen.

Wussten Sie schon, dass Sie sogar am Nestmaterial erraten können was für ein Vogel hier gebrütet hat?

Viel Moos mit einer weich mit Tierhaaren gepolsterten Nistmulde lässt auf Meisen schließen und Kleiber nisten auf trockenen Blättern, gemischt mit Rindenstückchen.

Es gibt Nisthilfen, die man nicht reinigen sollte, etwa die Nistkästen von Mauerseglern. Mauersegler bauen ihr Leben lang an einem einzigen Nest, es ihnen wegzunehmen würde ihre Brutbemühungen praktisch auf null zurücksetzen. Schwalbennester dürfen auch nach der Brutzeit nicht entfernt werden - sie sind ganzjährig geschützt und werden im Folgejahr von den Schwalben ausgebessert und wieder benutzt. Wir reinigen die Bretter unter den Nestern, damit sich auch die menschlichen Hausbewohner wieder wohl fühlen und es genug Platz für die Hinterlassenschaften im neuen Jahr hat.

Wer uns helfen möchte ist gerne eingeladen!

 

Warum sind viele Höhlen auf der Schwäbischen Alb aktuell gesperrt?

Alle Höhlen auf der Schwäbischen Alb sind seit 01. Oktober bis 31. März gesperrt. Die hat nicht etwa Renovierungsgründe. Nein hier wird eines unserer Säugetiere geschützt!

 

Na wissen Sie schon welches? Richtig unsere Fledermaus.

 

Die kleinen Säugetiere nutzen die Höhlen als Winterquartiere und sind laut BNatSchG § 39 geschützt. Störungen sind für die Luftakrobaten absolut tödlich, denn während des Winterschlafes laufen sämtliche Lebensfunktionen auf Sparflamme. Der Herzschlag fällt von ungefähr 600 Schlägen pro Minute auf nur 10 Schläge ab und auch die Atemfrequenz geht stark zurück. Der Stoffwechsel ist fast ausgeschaltet  und die Fledermaus verbraucht so nur sehr wenig Energie und lebt von ihren Fettreserven. Je nach Überwinterungsort, geschützte Höhlen, alte Stollen, andere unterirdische Verstecke oder auch ausgefaulte Baumhöhlen bevorzugen die Arten zwischen 2° C und 12° C. Am wichtigsten für die Überwinterung ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, damit die Fledermäuse nicht austrocknen. Mitte März bis Anfang April ist der Winterschlaf beendet und die Fledermäuse machen sich auf den Weg in Ihre Sommerlebensräume und die Höhlen sind zur Besichtigung wieder frei gegeben.

 

 

 

 

 

 

 

aktuelle termine

Biber im Regierungsbezirk Stuttgart

Vortrag am Freitag, den 2. März um 19:30 Uhr im Vereinsheim Nellingen.

____________________________

Vereinsnachmittag

Gemütliches Beisammensein am Sonntag, den 04.03. um 15:00 Uhr im Vereinsheim Nellingen.

____________________________

Mitgliederversammlung

Am Freitag, den 09.03. möchten wir alle Interessierten zu unserer Mitgliederversammlung einladen. Start ist um 19:30 Uhr im Vereinsheim Nellingen.

____________________________

Helft mit - Naturschutzarbeit

Wir brauchen eure Hilfe. Gemeinsam machen wir die Natur wieder fit für den Frühling. Am Samstag 10.03. um 09:00 Uhr am Vereinsheim Nellingen.

____________________________

Helfer GESUCHT

Wir suchen Dich!

Du möchtest im Naturschutz aktiv werden und uns unterstützen?

Super! Wir freuen uns auf deine Hilfe.

Hier findest du mehr Infos:

Mitmachen

____________________________

Hier geht es zum NABU Ruit