Waldkauz

Foto: NABU Jens Müller

Der Waldkauz

Der Waldkauz ist die häufigste Eulenart in Deutschland. Er zeichnet sich insgesamt durch eine kompakte Körperform aus. Er erreicht eine Körperlänge von 40 bis 42 Zentimetern und ist damit etwa so groß wie eine Krähe. Die Käuze bringen – abhängig vom Geschlecht – 400 bis 600 Gramm auf die Waage.  Waldkäuze sehen ausgezeichnet im Dunkeln, solange noch ein wenig Restlicht vorhanden ist. Bei völliger Dunkelheit verlassen sich jagende Waldkäuze ausschließlich auf ihr Gehör: Geräusche werden durch die Trichterwirkung des Gesichtsschleiers schallverstärkt an die unter den Federn versteckten großen Ohren geleitet. Wie alle Eulen fliegen Waldkäuze nahezu geräuschlos.  Das Verbreitungsgebiet des Waldkauzes erstreckt sich beinahe über ganz Europa. Die europäische Brutpopulation umfasst etwa 530.000 bis 940.000 Brutpaare. Am wohlsten fühlt sich der Waldkauz in lichten Laub- und Nadelwäldern mit einem entsprechenden Angebot an Bruthöhlen und einem reichhaltigen Beuteangebot. Findet der Waldkauz keine geeigneten Baumhöhlen als Brutplatz, weicht er in den Siedlungsraum aus. Waldkäuze beginnen etwa 20 Minuten nach Sonnenuntergang mit der Nahrungssuche. Sie sind wendige Ansitzjäger, die ihre Beute in der Regel von einem erhöhten Ansitz aus anvisieren, bevor sie zustoßen. Der Waldkauz ist im Gegensatz zu vielen anderen Eulenarten bei der Nahrungswahl sehr flexibel. Er erlegt Beutetiere mit einem Gewicht von bis zu 300 Gramm. Seine Hauptbeute bilden jedoch Mäuse. Intensiv bewirtschaftete Wälder, eintönige „Forstwüsten“, das Fällen alter Höhlenbäume, Gebäudemodernisierungen, die mit dem Versiegeln von sekundären Brutplätzen einhergehen, und ausgeräumte Agrarlandschaften, in denen die Käuze nicht ausreichend Beutetiere finden, stellen die größten Gefährdungsursachen für die Art bei uns dar. Um den Bestand des Waldkauzes langfristig zu sichern, ist der Erhalt seines (primären) Lebensraumes und der dazugehörigen Nahrungsflächen von vorrangiger Bedeutung.

 

Der NABU Nellingen hat mehrere Waldkauzhöhlen für den Steinkauz aufgehängt. Zum Teil bereits mit erfolgreichen Bruten.

 

 

Waldkauzberingung 2017

Nach 2015 konnten auch in diesem Jahr wieder junge Waldkäuze beringt werden. Bei den Revierkontrollen am 23. März stellten die Betreuer einen brütenden Waldkauz fest. Bei der Nachkontrolle am 7. April fanden sie dann 3 Jungvögel, die bereits ca. 2 Wochen alt waren. Alle Jungvögel waren gut und gleichmäßig entwickelt. Sie wurden gleich beringt und anschl. wieder in den Nistkasten eingesetzt. Die in diesem Jahr günstige Futtersituation zeigte sich auch an einem kleinen Vorrat an Mäusen im Kasten.

 

 

Waldkauzberingung 2015

Nach 4 Jahren konnten die Kauzbetreuer wieder junge Waldkäuze beringen. Bei der Kontrolle im März waren noch 6 Eier vorhanden, beringt wurden dann am 11. April 3 Jungvögel. Nach Abnahme des Nistkastendeckels war zunächst beißender Geruch feststellbar, denn die JV saßen buchstäblich im Nassen. Dies sieht man deutlich in Bild 4. Vermutlich war zu wenig Einstreu im Kasten. Deshalb wurde nach der Beringung eine dicke Schicht Torfersatzmaterial im Kasten eingebracht, die die Nässe besser aufnehmen soll.

Zu den Bildern:

Bild 1: Bei der Kontrolle im März verlässt das Weibchen den Kasten, als die Leiter angestellt wurde.

Bild 2: 3 JV in der Kiste.

Bild 3: Die JV werden beringt.

Bild 4: Schön sahen sie nicht aus, so nackt und nass und scharf gerochen haben sie auch.

Bild 5: Adieu.

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