Rückblick

 

In die Röhre geschaut

 

 

 

Am Samstag, den 23. Juni hatte man wieder die Möglichkeit bei unsere öffentlichen Steinkauzberingung dabei zu sein. 47 Gäste haben in die Röhre geschaut und die Behausung des Steinkauzes und unsere Arbeit genauestens unter die Lupe genommen. 3 kleine Käuze wurden an diesem Tag beringt. Das waren die letzten für dieses Jahr. Wer mehr zu unserer Arbeit hier erfahren möchte darf gerne einen Blick auf das Tagebuch unseres kleinen Kauzes werfen: https://www.nabu-ostfildern.de/projekte/artenschutz/tageuch-eines-steinkauzes/

 

Fledermäuse – heimliche Jäger in der Nacht

 

Sie haben Fell und Zähne, bestehen aus 1000 Arten und machen die zweitgrößte Ordnung unter den Säugetieren aus. Die Rede ist von den Fledertieren. Sie werden unterteilt in Kleinfledertiere und Großfledertiere. Der Flughund, der frei und separat an einem Ast hängt, Vegetarier ist und statt Schall Nachtsichtaugen nutzt, gehört zu den Großfledertieren.

 

Die Flügel der Fledermäuse bestehen aus Knochen, Gelenken und einer Flughaut. Die Knochen und Gelenke bringen im Flug bessere Flexibilität und ermöglichen der Fledermaus ein einfacheres Manövrieren.

 

Die Kralle, der Daumen der Fledermäuse, ist nicht in die Haut mit eingebunden. Diesen nutzt die Fledermaus zum Klettern und zum Putzen. Eine Fledermaus verbringt über 6-8 Stunden pro Tag mit dem Putzen. Mit den Hinterfüßen, die zu einem Kamm geformt werden, wird das Fell geputzt. Mit dem Daumen werden die Augen geputzt.

 

Im Winter fährt die Fledermaus Ihren Kreislauf runter. Der Herzschlag wird auf 2 Schläge pro Minute reduziert und auch die Atmung wir runter gefahren. Während dieser Zeit wird keine Nahrung aufgenommen. Die Fledermaus fährt den Kreislauf nur hoch, wenn Kot abgesetzt werden muss oder sich das Klima ändert oder um sich kurz um zu hängen. Ansonsten schläft sie bis Ende März / Anfang April.  Schwierigkeiten bereiten ihr milde Winter. Die Fledermaus braucht hier in den Wachphasen zu viel Energie, findet aber zu wenig Nahrung um diese Energie auszugleichen. Das ist der Grund weshalb sie hier auch mal am Tage jagt. Aber auch zu kalte Winter sind für die Fledermaus kritisch. Wird es kälter als -10° dann stehen ihre Chancen schlecht. Bereits vor dem Winter nimmt die weibliche Fledermaus die Samen des Männchens auf. Diese lagert sie ein. Erst im Frühjahr beginnt die Befruchtung, im Juni dann die Geburt der Jungtiere.

 

Zur Orientierung nutzt die Fledermaus die Echoortung. Die Rufe sind nicht Artenspezifisch, sondern sie variieren je nach Lebensraum, in dem sie sich befindet. Fledermäuse ernähren sich von Insekten, Spinnen, kleinen Fischen und Wirbeltieren. Der Flughund dagegen ernährt sich von Früchten, Nektar und Blütenstaub.

 

Die Nahrung fängt die Fledermaus mit Ihrem gesamten Körper. Die Flügel dienen als Kescher, die Schwanzflughaut als Schüssel. Beim Fliegen hat die Fledermaus 800 Herzschläge pro Minute.

 

Bevor das Gefangene gefressen wird, wird erst mal kontrolliert ob es auch genießbar ist.

 

Der Bestand der Fledermäuse geht seit 30 Jahren zurück. Dies liegt vor allem am Einsatz von DDT, der neuen Architektur der Häuser (keine Nistquartiere), dem Mangel an Nahrung (70 % weniger Biomasse an Insekten), dem Straßenverkehr (um den Feinden zu entgehen, z.B. dem Waldkauz, fliegen Fledermäuse tief) und dem Mangel an Weidetierhaltung (die Hufeisennase ernährt sich zum Beispiel von Mistkäfern).

 

 

NABU- und Albverein Ausflug am 06. Mai 2018

 

Naturpark Stromberg - Heuchelberg

 

 

 

Um 8 Uhr trafen sich bei wunderschönem Wetter 35 Ausflügler vor der Schreinerei Gräber zur Fahrt mit dem Bus ins Zabergäu. Durch die Weinberge, Streuobstwiesen und Laubwälder des Naturparks fuhren wir nach Zaberfeld. Am Parkplatz des Naturparkzentrums  "Stausee Ehmetsklinge" angekommen, gab es traditionell das 2. Frühstück mit Kaffee, Hefezopf und Gsälz.

 

Pünktlich um 10 Uhr trafen wir im Naturparkzentrum die Naturparkführer Ilse und Robert Schopper. Nach einer kurzen Information von Herr Schopper über den Naturpark wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde von Frau Schopper durch das Naturparkzentrum (Eröffnung im Mai 2009) geführt, Motto: "Wildkatzenwelt Stromberg". In 45 Minuten erhielten wir viele interessante Informationen über die Wildkatzen im Naturpark, die dort tatsächlich in Freiheit leben (nicht im Gehege).      

 

Die Wildkatze ist das Tier des Jahres 2018.  Weitere Informationen unter:  www.naturpark-stromberg-heuchelberg.de

 

Die andere Gruppe wurde von Herr Schopper entlang am Stausee Ehmetsklinge geführt. Wir wurden über die Vogelwelt und den Weinanbau im Naturpark informiert. Zurück am Naturparkzentrum bestaunten wir ein Storchenpaar (mit Brut) in einem, auf einem hohen Pfahl angebrachten Storchennest.

 

Nach dem Besuch des Naturparkzentrums fuhren wir mit dem Bus auf die Leinburg bei Kleingartach. Bei toller Aussicht konnten wir auf der Dachterrasse der Leinburg Mittagessen.

 

Mit dem Bus ging es weiter zum Rodbachhof bei Pfaffenhofen. Dort war der Startpunkt für die Wanderer zur Ruine Blankenhorn. An der mächtigen Ruine Blankenhorn angekommen, ging es steil die Himmelsleiter hinunter über Eibensbach nach Güglingen. Dort trafen wir wieder auf die Nicht-Wanderer, die das Römermuseum in Güglingen besichtigt hatten.

 

Nach einem Besuch der Eisdiele in Güglingen fuhren wir wieder Richtung Heimat. Um 18:30 Uhr wieder in Nellingen angekommen, ging ein sehr schöner und harmonischer Ausflug zu Ende.

 

 

 

 

 

Martin Wittner

 

Der Biber in Baden-Württemberg

 

 

Der Biber kehrt nach Baden-Württemberg zurück und wird auch bald an der Körsch erscheinen. Das prophezeite uns Rainer Allgöwer bei seinem Vortrag am 02. März beim NABU Nellingen.

 

Die Fakten des spannenden und interessanten Vortrags sind hier noch einmal zusammengefasst:

 

 

 

Der Biber ist Europas größtes Nagetier und wird bis zu 100 cm lang, 30 kg schwer und bis zu 10 Jahre alt. Kennzeichen sind die Biberkelle, Flossenfüße, Greifhände, lange Nagezähne und sein Pelz. Der Pelz des Bibers umfasst 23.000 Haare pro cm² - der Mensch zum Vergleich hat nur 200-300 Haare pro cm². Die Kelle des Bibers dient nicht nur zum Steuern unter Wasser, sondern ist auch ein wichtiger Temperaturregulator für den Sommer und im Winter wird darin bis zu 2 Kg Fett eingelagert. In seinem Revier, das eine Größe von 1500-5000 m hat, ist der Landschaftsarchitekt ganzjährig (ohne Winterschlaf) vor allem in der Dämmerung aktiv. An die Wasserqualität  hat der Biber keine speziellen Anforderung. Er bevorzugt eutrophe Gewässer, weil dort mehr wächst. Adulte Biber haben keine Feinde, lediglich die Jungtiere stehen ab und zu auf dem Speiseplan des Wolfes. Biber leben in 3 Generationen zusammen. Ab dem 2. Lebensjahr sind Jungbiber geschlechtsreif und müssen den Bau verlassen. Mit 4 Jahren sind sie ausgewachsen. Bei den Bibern reguliert das Männchen die Fortpflanzung, da es im Gegensatz zum Weibchen, dass das ganze Jahr geschlechtsreif ist, nur von Dezember bis März Spermien ausbildet. Im Regelfall verläuft die Partnerschaft monogam. Je nach Siedlungsdichte wirft das Weibchen 1x im Jahr (Vgl. Bisamratte: 3 x im Jahr) nach 4-6 Monaten Tragezeit 1-6 Jungtiere. Diese kommen mit 400-700 g (2 % vom adulten Gewicht) auf die Welt und weisen als Nestflüchter eine hohe Sterblichkeit auf. Die Jungtiere werden ca. 3 Monate gesäugt, danach ernähren sie sich von zahlreichen Grünpflanzen und später von Holz. Der Biber frisst dabei die Pflanzen, die am häufigsten vor Ort sind (opportun). Als Vegetarier stehen auf seiner Speiseliste ca. 210 Pflanzenarten (150 Kräuter + 60 Gehölzarten) wie z.B. Seerosen, Mädesüß, Weiden, Fichten, Pappeln, Kopfweiden und Haselnuss. Seine Nahrung findet er über die Nase. Seine Zähne weisen Eiseneinlagerungen auf und sind hohl, damit sie jederzeit nachwachsen können. Der Biber verarbeitet alles vom Holz. Er fällt und frisst ca. 3 Festmeter pro Jahr und kann 40 % Cellulose aufschließen (entspricht Termiten). Die Bäume sind nicht tot, sondern treiben unten wieder aus.

 

Der Damm und die Burg des Bibers können nach 10 Jahren bis zu 10 m breit und 3-4 m hoch sein und bestehen aus mehreren Schichten Sediment, Hölzern und Pflanzen. 

 

Er dient dem Biber nicht nur als Schutz, sondern auch zum Aufbau von Nahrungsvorräten und zum Nahrungstransport. Durch den Bau erhöht er den Wasserstand und kann Stämme von weiter weg einfacher zu Wasser transportieren. Außerdem reinigt der Bau Kleingewässer (sog. Nitratfälle). In Biberpools leben zum Beispiel 2/3 aller bekannten Libellenarten. Sein Bau ist ein optimierter Lebensraum für viele Tiere.

 

 

 

Vor 10.000 Jahren lebten noch 100 Mio Biber auf dem eurasischen Kontinent. Heute sind es nur noch 1 Mio.  Davon leben in Litauen 100.000 Tiere, in Bayern 14.000-18.000 und in Baden-Württemberg lediglich 5189 Tier (=1367 Reviere). Die heutigen Biber in Baden-Württemberg sind Nachkommen der Biber, die durch Grzimek und Weinzierl in Bayern in 50 er Jahren ausgesetzt wurden. In Stuttgart gibt es derzeit 240 Reviere mit ca. 1200 Bibern. Da Jungtiere bei der Suche nach neuen Revieren oft zu Todesopfern werden, verläuft der Anstieg der Populationen flach. Bei 3 Jungtieren überlebt im Normalfall 1. Sei es der Straßenverkehr, die Kanalisierung, die es dem Biber nicht ermöglicht an Land zu kommen oder bei einem späten Wurf die Umstellung der Milch statt auf Grünpflanzen direkt auf Holz. Der Biber hat es nicht leicht. 

 

Sein Aussehen und seine Lebensart wurden vom Menschen genutzt, wo es nur ging und so wurde er im 19. Jhdt. fast ausgerottet. In der Fastenzeit wurde er zum Fisch erklärt, denn sein Schwanz ist schließlich eine Flosse, die man Essen kann. Jedes Gewässer wurde für den Menschen nutzbar gemacht, also kanalisiert. Der Rhein, dessen Fließstrecke früher 320 km betrug, ist heute nur noch 140 km lang. Die Landwirtschaft geht mittlerweile bis an die Gewässerkante.

 

Doch der Mensch machte sich noch eine weitere Eigenschaft des Bibers zu nutzen. Die Nahrung des Bibers, Weiden, Seerosen und Mädesüß zum Beispiel, enthalten viel Salicylsäure. Diese sammelt der Biber in Drüsen und nutzt sie zum Einreiben des Fells sowie zur Markierung des Reviers. Früher glaubte man an die aphrodisierende Wirkung des Sekretes, des Bibergeils, und der Biber wurde gejagt.

 

 

 

Heute versucht man mit ihm in Frieden zu leben. Der Biber ist streng geschützt und sein Bau darf auf keinen Fall eingerissen werden. Um im Einklang zu leben, sollte man dem Biber den Lebensraum lassen, den er braucht. Wenn der Uferrandstreifen zum Beispiel breit gelassen wird umso geringer sind landwirtschaftliche Schäden - 20 m Ufer --> 3 % Schäden; 5 m Ufer --> 80 % Schäden. Apfelbäume sollte man auf alle Fälle schützen, denn der Biber ist ein begeisterter Apfelfan!

 

Die Kindergruppe auf der Kirbe

 

Die Kindergruppe war am Sonntag, den 22.10. in der Hindenburgstraße mit einem Stand vor der Schreinerei Gräber auf der Kirbe vertreten.

 

Fleißige Eltern und Kinder backten Waffeln für Groß und Klein. Der Andrang war so groß, dass nach der Hälfte des Tages der Teig ausging und alles in Bewegung gesetzt wurde, bei Nachbarn und Verwandten Zutaten für 4 weitere Teige zu ergattern. Unsere fleißigen Bienchen hatten es geschafft. So konnten wir unseren Gästen noch zahlreiche Waffeln zubereiten, bis dann doch irgendwann der Teig leer war.

 

Den Kindern hat es viel Spaß gemacht und auch den Kunden konnte beim Anblick der Waffelzubereiter ein Lächeln entlockt werden.

 

NABU Wanderung

 

Am 15. Oktober um 9.30 Uhr ging es bei tollem Wetter von Nellingen aus los nach Gutenberg. Ziel war der Parkplatz am Ortseingang rechts. Nun ging es gemütlich zu Fuß weiter durch das Dontal und durch den Bannwald nach Schlattstall. Zum Goldloch, der Quelle zur Lauter, wurde ein kurzer Abstecher gemacht. Danach kehrte die Gruppe von 15 Personen zum Mittagessen ein. Nach einer gemütlichen Pause und einem leckeren Essen ging es vorbei an großen Sinterterassen der Lauter wieder zurück nach Gutenberg.

 

Radtour

 

Am 29. August trafen sich 9 Fahrradfreunde zu unserer diesjährigen Radtour. Bei anfänglich schönem Wetter fuhren wir den Neckarradweg Richtung Nürtingen entlang. Im früheren Gartenschaugelände in Plochingen überraschte uns ein heftiges Gewitter. Wie bestellt war da eine Brücke, unter der wir das Unwetter mit Ruhe über uns ergehen lassen konnten. Nach einer halben Stunde ging es bei Sonnenschein weiter. An der Fischerhütte in Köngen machten wir eine kleine Kaffeepause. Und frisch gestärkt radelten wir zu unserem Ziel, dem Biergarten der Gaststätte Schlachthof in Nürtingen. Dort erwartete uns schon unser früherer Vorstand mit Frau. Sie waren allerdings mit dem Auto unterwegs.

 

Nach einer ausgiebigen Rast machten wir uns auf den Rückweg. Ab Köngen ging es meist bergauf. Deshalb mussten wir uns dort noch mit einem Eis stärken. Aber dann ging's flott über Denkendorf nach Nellingen.

 

46 Kilometer sind wir geradelt und zufrieden zuhause angekommen.

 

Sommerfest

 

Am 05. und 06. August fand das NABU Sommerfest statt. Bei super Wetter kamen zahlreiche Gäste vorbei um sich mit leckerem vom Grill, traditionellen Brötchen und Kuchen zu verköstigen.

 

Neben Speis und Trank sorgten die Imkerei Schlecht, Tibor und die Ziegen und das Kinderprogramm für Abwechslung. Zahlreiche Kinder wollten sich ihr eigenes Insektenhotel basteln, Vogel Fenstersilhouetten ausschneiden oder auf die Pirsch gehen um unsere versteckten Tiere zu finden.

Born to be wild - Wölfe in Deutschland. Vortrag

 

Am Freitag, den 14.07. hat uns die NABU Wolfsbotschaftlerin, Claudia Simon, mit wichtigen Informationen zum Thema Wolf informatiert. Leider war das Thema brennend brandaktuell, schließlich wurde nur wenige Tage zuvor der Jungwolf, der in Überlingen gesichtet wurde, tot im Schluchsee gefunden. Nachdem sie in Deutschland lange Zeit ausgerottet waren, wurden im Jahr 2000 die ersten Wolfswelpen in Freiheit geboren. Seitdem erobern sich die Wölfe ihren alten Lebensraum zurück. Doch das ist gar nicht so einfach, denn viele hegen Vorurteile gegen das schöne Tier und machen sich Sorgen, was mit Rückkehr des Wolfes alles passieren wird. Reist der Wolf die ganze Schafherde? Reist der Wolf das ganze Wild? Greift der Wolf Hunde oder sogar Personen an? Diese Fragen verunsichern die Bevölkerung. Doch wer beim Vortrag von Claudia Simon war, der weiß, dass wir uns keine Gedanken machen müssen. Denn der Wolf will von uns eigentlich gar nichts wissen. Für die Schafe gibt es spezielle Schutzmaßnahmen, damit der Wolf gar nicht in deren Nähe kommen. Vom Wild nimmt sich der Wolf nur die kranken oder alten Tiere, denn den gesunden Tieren nachzujagen, bedeutet auch für Ihn ein zu großer Energieverlust. Ein Video beweist eindeutig, dass der Wolf auch vor Hunden und uns Menschen viel mehr Angst hat und das Weite sucht.

 

Auch ein Jäger und unser Ziegenwirt hatten keine Einwände gegen diese Fakten. Der NABU Ostfildern Nellingen sagt: „Willkommen Wolf“ sollte sich ein Wolf zu uns verirren.

 

 

 

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, auch zur Lebensweise des Wolfes, findet Informationen unter

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/deutschland/index.html

 

 

 

NABU-Ausflug am 21. Mai

Um 8 Uhr trafen sich bei wunderschönem Wetter 32 Ausflügler vor der Schreinerei Gräber zur Fahrt mit dem Bus auf die Ehinger Alb. Über Bad Urach ging es an der Erms entlang nach Münsingen und weiter nach Granheim. Am Parkplatz an der "Albhalle" angekommen, gab es das 2. Frühstück mit Kaffee, Hefezopf und Gsälz (Marmelade).

 

Dort trafen wir Herr Renner, Vorstand des Albvereins Granheim, der maßgeblich an dem Aufbau des Vogellehrpfades beteiligt war. Nach dem Frühstück wanderten wir den Vogellehrpfad entlang. Insgesamt waren es 19 Schaukästen mit 44 heimischen Vogelarten. Herr Renner war mit Leib und Seele bei der Sache und beantwortete bereitwillig alle Fragen. Jürgen Gräber ergänzte die Informationen von H. Renner und verglich die Vorkommen der Vogelarten mit denen auf den Fildern. Beeindruckend war die Vielfalt an Blumen der umliegenden Wiesen. Bei einer LIVE-Vorführung zeigte uns eine Lerche ihre Flugkünste samt Sturzflug.

 

Anschließend an die Führung fuhren wir mit dem Bus zum Mittagessen in "Köhlers Krone" nach Dächingen. Nach dem sehr guten Essen konnte man noch in "Köhlers Backhaus" regionale Produkte einkaufen.

 

Wieder angekommen in Granheim unternahmen fast alle Teilnehmer eine Verdauungs-Spaziergang. Vorbei am Schloss Granheim ging es über den Ortsteil Ziegelhütte hoch zur Haldenkapelle. Von dort hatten wir eine schöne Sicht auf Granheim und die umliegende Gegend. Bergab über einen Kreuzweg ging es wieder zurück ins Dorf.

 

Im Turmuhrenmuseum Granheim empfing uns die Familie Rapp. In zwei Gruppen wurden wir durch das sehr liebevoll eingerichtete Museum geführt und konnten die restaurierten Turmuhren, Motorräder und viele andere Apparaturen bestaunen. Die meisten der noch funktionierenden Turmuhren befinden sich in dem Wohnhaus der Familie Rapp. Der restliche Teil des Museums ist in einer großen 2-stöckigen Garage untergebracht. Im Hof vor dem Wohnhaus stehen mehrere Turmuhren und eine Dampfmaschine. Im gegenüberliegenden Pfarrhaus wurden wir noch mit hausgemachtem Kuchen, Kaffee und Getränken versorgt. Nach kurzweiligem Aufenthalt wurden wir herzlich von der Familie Rapp verabschiedet.

 

Auf der Heimreise wurden wir noch vom Aufstieg des VfB in die 1.Fussballbundesliga informiert. Um 18:30 Uhr wieder in Nellingen angekommen, ging ein sehr schöner und harmonischer Ausflug zu Ende.

 

Vogelexkursion zum Muttertag

Den etwas anderen Start in den Muttertag wagte am 14. Mai eine kleine Gruppe interessierter Vogelbeobachter. Um 09:00 Uhr ging es im Vereinsheim mit der Theorie los. Wie kann ich einen Vogel am schnellsten bestimmen? Auf was muss ich achten und welche typischen Vögel finde ich vor meiner Haustüre?

 

Nach der Einführung ging es raus in die Natur. Vögel richtig bestimmen war unser Ziel. Das Gelernte konnte direkt in die Tat umgesetzt werden. So präsentierten sich die Mönchsgrasmücke, der Buchfink, der Girlitz – ein Vogel mit Funkstörung, der wunderschön fliegende Rotmilan und viele mehr direkt vor unseren Augen und Ohren. Auch das Wetter meinte es gut mit uns – der Regen wartete auf die Rückkehr ins Vereinsheim.

 

 

 

Das heimliche Leben unserer Eulen – Vortrag und Begehung

 

Am Freitag, den 17.02., fanden sich einige interessierte Zuhörer zum Vortrag von Bernd Illi ein. Anlässlich unseres Vogels des Jahres – der Waldkauz – drehte sich der heutige Abend um die Eulen und das konnten Sie hierbei alles lernen:

 

Wussten Sie schon, dass Eulen….

 

… von den Reptilien abstammen? Der Archaeopteryx, ein fliegendes Reptil war ihr Vorfahre

 

… bzw. Vögel durch diese Merkmale gekennzeichnet sind: Federn, Eierlegend, Körpertemperatur 42 °C und Skelett enorm leicht gebaut.

 

… sehr gut sehen und hören, aber schlecht riechen?

 

… in der Antike und heute verehrt wurden, im Mittelalter gehasst und verfolgt

 

… große, starr nach vorne gerichtete, sehr lichtstarke Augen haben

 

… das Gehör asymmetrisch ausgerichtet ist – zur perfekten Einschätzung der Entfernung bei Nacht – deshalb wackeln sie auch immer mit dem Kopf

 

… ihr Gefieder optimal für einen lautlosen Flug ausgestattet ist

 

… ihr Brutgeschäft aufteilen: das Weibchen brütet und versorgt die Jungen, während das Männchen ausschließlich Nahrung herbei schafft

 

… 50 % der Jungen überlegen das 1. Jahr leider nicht

 

 

 

Am Sonntag, den 19.02. konnten noch die Gegenden besichtigt werden, in denen unsere häufigsten Eulen leben. Als erstes ging es zum Steinkauz und zum Waldkauz. Das Highlight war sicherlich die Beobachtung von 2 Waldohreulen an Ihrem Schlafplatz.

 

Existieren in 15 Jahren keine Insekten mehr auf der Welt?

 

Am Freitag, den 14.10.2016 hat Herr Prof. Steidle, von der Universität Hohenheim, einen spannenden Einblick zu neuen wissenschaftlichen Daten zum Thema Artensterben gegeben. Ein erschreckendes Ergebnis. Die Wissenschaftler zeigen dramatische Rückgänge in der Artenzahl der Arthropoden, aber auch die Anzahl der Individuen sinkt dramatisch. Welche Gründe gibt es dafür? Das tödliche Trio in der Landwirtschaft setzt sich aus Überdüngung, Pestiziden und dem Verlust der Strukturvielfalt zusammen. Aktuell vermutet man die Neonicotinoide, als größten Auslöser für den Artenverlust. Diese Insektizide, die vor allem bei der Saatgutbeize verwendet werden, stören die Weiterleitung von Nervenreizen. Dieses Insektizid hat allerdings nicht nur Auswirkungen auf Insekten, sondern auch auf den Bruterfolg von Vögeln. Das Insektizid tötet die Insekten zwar nicht, jedoch hat es fatale Effekte auf die Reproduktion der Individuen. So schaffen es zum Beispiel Wildbienen unter Einfluss von Nicotinoiden nicht mehr Ihre Nesthöhlen zu vollenden. Bei Parasitoiden Wespen finden die Männchen die Weibchen nicht mehr, oder die Weibchen akzeptieren die Männchen bei der Paarung nicht mehr und finden Ihre Wirte zur Eiablage nicht. Neonicotinoide beeinflussen also die Reproduktion von Insekten und haben somit einen großen Einfluss auf die Artenvielfalt. Fazit: Um das Überleben zahlreicher Arten zu sichern, brauchen wir alternative Schädlingsbekämpfungsmethoden. Was können wir als Einzelkämpfer für unsere Artenvielfalt tun?  Legen Sie einen Strukturreichen Garten, unter anderem mit Vogelfutterstellen an, damit Insekten und Vögel bei Ihnen überlegen können. Klären Sie die Bevölkerung auf und versuchen Sie Bio Produkte zu kaufen. Wenn wir alle zusammen helfen, dann haben die Tiere vielleicht noch eine Chance.

 

NABU-Wanderung am 16. Oktober 2016 Streuobstwiesenwanderung von Schorndorf nach Mannshaupten

 

Kurz vor 10 Uhr trafen sich 13 wanderlustige NABU-ler/innen der Ortsgruppe Nellingen am Parkplatz der Fröbelschule in Schorndorf zur diesjährigen Wanderung. Der Frühnebel hatte sich noch nicht ganz aufgelöst und so wanderten wir unterhalb des Grafenberger Weinberges durch Streuobstwiesen in Richtung Ramsbachtal (Bild 1+2). Durch das FFH-Gebiet (Flora, Fauna, Habitate) Ramsbachtal erreichten wir bald den Ramsbachwald und wanderten bergauf zum Forstbrunnen mit einem kleinen Waldsee (Bild 3). Nur 15 Minuten später stehen wir vor einem riesigen Mammutbaum einer "Wellingtonie" (Bild 4+5). Vor ca. 150 Jahren gab König Wilhelm I. in Auftrag, dass tausende Samen dieser exotischen Baumart aus Kalifornien in der heutigen Wilhelma eingepflanzt wurden. Die Jungpflanzen wurden dann in ganz Baden-Württemberg verteilt, heute stehen noch ca. 270 Stück dieser Mammutbäume. Weiter ging die Tour zum Königsstein, einem 3m hohen Gedenkstein der anlässlich der Heirat von Karl zu Württemberg und Olga, Großfürstin von Russland; errichtet wurde (Bild 6). Nach 40 Minuten Wanderung erreichten wir bei strahlendem Sonnenschein die Streuobstwiesen kurz vor Mannshaupten (Bild 7+8). In Mannshaupten kehrten wir ein in der Besenwirtschaft des Weingutes Thön (Bild 9). Nach einer vorzüglichen Stärkung wanderten wir weiter zum Grafenberg und von dort durch die Weinberge zurück zu unserem Ausgangspunkt (Bild 10+11).

 

aktuelle termine

Vereinsnachmittag

Der Vereinsnachmittag am 01.09. fällt mangels Helfern aus.

Naturrallye

Die geplante Rallye am 23.09. fällt leider aus

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